MEXIKO: TURBULENTES, HISTORISCHES FLAIR.
Mexiko ist eines der interessantesten und abwechslungsreichsten Urlaubsländer der Erde. Zwischen dem Golf von Mexiko und dem Pazifik erstrecken sich Landschaften, die gegensätzlicher nicht sein könnten. Von heißen Wüstengebieten über tropische Regenwälder bis zu schneebedeckten Berggipfeln bietet Mexiko einen ungeheuren Reichtum an Naturschönheiten. Das Leben in den turbulenten Städten spiegelt das typisch mexikanische Lebensgefühl wider, das den Besucher sofort in seinen Bann zieht.
Metropole Mexiko-Stadt
Die mexikanische Hauptstadt Mexiko-Stadt ist eine der sehenswertesten Metropolen der Welt. Da die Stadt aufgrund ihrer unglaublichen Größe nicht touristisch überlaufen ist, kann jeder, der sich unter die Massen von Einheimischen mischt, die tagtäglich die Straßen und Gassen bevölkern, alle Facetten der mexikanischen Gesellschaft hautnah erleben. Einen Besuch wert ist das „Museo National de Antropología”, das die vorspanische Zeit Mexikos anhand archäologischer Funde dokumentiert. Das „Museo de Arte Moderno” zeigt verschiedene Sammlungen moderner mexikanischer Malerei. In der Vorstadt Coyoacán kann das berühmte „Blaue Haus” besucht werden, in dem das mexikanische Künstlerpaar Frida Kahlo und Diego Rivera zwischen 1929 und 1954 lebte. Heute ist das Haus zum Museum umgestaltet und zeigt zahlreiche Gemälde und Einrichtungsgegenstände Kahlos.
Wer sich eine kleine Auszeit gönnen möchte, kann in den Parkanlagen des Chapultapek-Parks im Zentrum der Stadt eine kleine Pause einlegen. Das große Gelände verbindet die wichtigsten Museen der Stadt miteinander und grenzt an den Lago Chapultapek und den zoologischen Garten, in dem als einem der wenigen Zoos weltweit auch Pandabären zu sehen sind. In der ganzen Stadt verteilt finden sich Geschäfte, die traditionelles mexikanisches Kunsthandwerk verkaufen. Sie sind üblicherweise nach dem Vorbild aztekischer Märkte in kleinen Gassen nach Warengruppen sortiert. Die Restaurants bieten landestypische kulinarische Spezialitäten und internationale – vor allem chinesische und amerikanische – aber auch europäische Küche an. Freunde der Livemusik können aus dem umfangreichen Angebot täglich stattfindender Konzerte verschiedenster Musikstile wählen. Die Plaza Garibaldi im Zentrum von Mexiko-Stadt ist ein bekannter Treffpunkt unzähliger Mariachi-Gruppen, die viele Touristen anlocken.
Mexiko erleben
In der näheren Umgebung von Mexiko-Stadt können einige sehenswerte Klosteranlagen, Kirchen und andere Zeugnisse der christlichen Kultur besucht werden, etwa die Kloster von Epazoyucan, Tepotzotlán und Tula. Südlich von Mexiko-Stadt befindet sich die beeindruckende Ruinenlandschaft von Teotihuacán, die zusammen mit 20 anderen historischen Stätten Mexikos zum UNESCO-Weltkulturerbe ernannt wurde. Hier können die berühmte Sonnen- und Mondpyramide und der Tempel des Quetzalcóatl bestaunt werden. In einem daran angeschlossenen Museum sind weitere archäologische Funde des Gebietes zu sehen. Wer sich ein paar Tage am Strand entspannen möchte, kann dies am Besten an der Pazifikküste in Acapulco oder an den langen, weißen Sandstränden in Cancun Beach an der Karibikküste.
Zu den Höhepunkten jedes Mexiko-Besuches gehört ohne Zweifel ein Besuch der weltberühmten Ausgrabungsstätten, die einen Einblick in die versunkenen Kulturen der Mayas und Azteken bieten. Im Süden Mexikos befinden sich die bekanntesten dieser Zeugnisse vergangener Hochkulturen. Das Gebiet der Mayakultur erstreckte sich von der Halbinsel Yucatán bis zur südlichen Karibikküste. In zahlreichen Ausgrabungsstätten lassen sich die Spuren dieser geheimnisumwobenen Kultur, ihrer religiösen Praktiken und ihrer genauen astronomischen Kenntnisse verfolgen. Die bekanntesten Ausgrabungsstätten befinden sich in Palenque, mitten im tropischen Regenwald, in Chichén Itzá und Tulum. In Uxmal auf Yucatán lassen sich beeindruckende Pyramidenbauten und restaurierte Stadtanlagen der Maya bestaunen. Sehenswert sind auch die Kolonialstädte Campeche und Mérida mit ihrer lebendigen Kunstszene. Der Bundesstaat Oaxaca ist noch heute das Zentrum der Zapoteken – eines der ältesten einheimischen Völker Mexikos – deren Paläste, Tempelanlagen und Grabstätten auf dem Monte Albán besucht werden können.
Land & Leute
Die spanischsprechende Bevölkerung Mexikos setzt sich aus verschiedenen Völkergruppen, hauptsächlich aus Mestizen zusammen. In einigen Bundesstaaten sind indigene Bevölkerungsgruppen beheimatet, die teilweise eigene Sprachen sprechen. Dem Besucher zeigt sich vor allem in den Städten ein für Schwellenländer typisches gemischtes Bild: kaum sonst auf der Welt liegen Arm und Reich so nah beisammen wie in den mexikanischen Millionenstädten. Trotz dieser Unterschiede ist die Stimmung in den Städten geprägt von der typisch mexikanischen, unkomplizierten und fröhlichen Lebensart, die auf den Besucher sofort ansteckend wirkt. Ein für Europäer ungewohntes Bild bieten die allgegenwärtigen, leuchtenden Farben, die auf dem Land wie in der Stadt die Umgebung gestalten. Die Kleidung der Menschen, die Häuserfassaden, die Märkte und Geschäfte – überall spiegelt sich die Lebensfreude der Mexikaner in farbenfroher Gestaltung wider. Selbst dem Tod steht man gelassen gegenüber. Traditionell wird am 2. November der „Día de los Muertos” gefeiert, an dem der Sage nach die Seelen der Verstorbenen die Lebenden besuchen. Dieses fröhliche Fest wird mit blumengeschmückten Häusern, Musik und süßen Spezialitäten aus Marzipan und Zuckerguss in Form von Totenschädeln und Särgen gefeiert. Trotz der strikten Trennung von Staat und Kirche spielt die Religion im Leben der zum Großteil katholischen Mexikaner eine wichtige Rolle, was sich in solchen – für den Besucher skurril anmutenden Bräuchen – zeigt.
So vielgestaltig wie die Menschen zeigt sich auch die mexikanische Landschaft: Ein Großteil des Landes wird vom Hochlandgebirge der Sierra Madre eingenommen. Im Osten erstreckt sich die Sierra Madre Oriental, auf der sich teilweise noch aktive Vulkane befinden. Im Süden läuft der Gebirgszug mit der westlichen Sierra Madre Occidental zur Sierra Madre du Sur zusammen.
Die Sierra Madre beherbergt zahlreiche Pflanzenarten, die an keinem anderen Ort der Erde zu sehen sind. Insgesamt unterscheidet sich die Vegetation je nach Region sehr stark: Das mexikanische Tiefland beherbergt wunderschöne Regenwaldgebiete, wohingegen in den von Gebirgsketten umsäumten trockenen Wüsten- und Steppengebieten kaum Vegetation möglich ist. Die Gebirgshänge sind von Waldgebieten umgeben, bis sie auf den Berggipfeln schließlich in die „Tierra Nevada”, die ewigen Eis- und Schneegebiete übergehen.
In den südlichen Waldgebieten sind einige vom Aussterben bedrohte Tierarten wie der Jaguar und der Puma und zahlreiche Vogelarten heimisch.
Wetter & Klima
Durch die enormen Höhenunterschiede sind in Mexiko unterschiedliche Klimazonen zu finden. Die klimatische Vielfalt des Landes macht eine Reise nach Mexiko zu jeder Jahreszeit interessant. An den Küsten wird es im Sommer sehr heiß; im Landesinneren herrschen ganzjährig etwas gemäßigtere, allerdings dennoch tropisch geprägte Temperaturen. In den Sommermonaten zwischen April und Juni wird es tagsüber mit 30 Grad am wärmsten, kühlt aber nachts sehr stark ab. In der Regenzeit von Juni bis September muss in den Nachmittagstunden mit teils sehr kräftigen Regenschauern und entsprechend schwülem Tropenklima gerechnet werden. Im mexikanischen Hochland dagegen wird es in den Wintermonaten zwischen Dezember und Februar sehr kalt.








