Männer mit langen, schwarzen Dreadlocks, die den ganzen Tag lang laute Reggaemusik hören und Marihuana rauchen? Nun, die Jamaikaner sind weit mehr als das, was sich der durchschnittliche Urlauber erwartet. Kein Vorurteil hingegen ist aber die jamaikanische Gastfreundschaft: Man ist jederzeit hilfsbereit, aufgeschlossen und immer für ein Gespräch zu haben. Verwunderung tritt bei so manchem Touristen ein, der mit „Joe” oder „Jane” angesprochen wird. Der Einfachheit halber verwenden die Jamaikaner diese Namen übrigens für alle Touristen.
Das gesamte jamaikanische Volk ist sehr stolz auf sein Land. Lebensfreude wird von allen Bewohnern nicht nur ausgestrahlt, sondern auch zelebriert. So können die Abende am Wochenende schon einmal sehr lang werden, was die Bevölkerung allerdings nicht daran hindert, am Sonntag in die Kirche zu gehen. Zwei Drittel der Jamaikaner sind Anhänger der protestantischen Kirche – ein Ergebnis, das wohl auf die erst 1962 beendete Herrschaft der Briten zurückzuführen ist. Einflüsse der Kolonialzeit sind also ebenso auffällig wie die der afrikanischen Kultur, denn 91 % der Bevölkerung stammen von afrikanischen Sklaven ab. Die Amtssprache der Insel ist noch heute Englisch. Es hat sich jedoch eine weitere Sprache gebildet, die Englisch mit indischen und afrikanischen Dialekten mischt. Diese Sprache wird auch Patois genannt.