Fuerteventura ist keine Insel, die mit architektonischen Highlights oder weltberühmten, von Menschenhand geschaffenen Kunstwerken auf sich aufmerksam macht. Hier verzaubert die Natur, die so ursprünglich und karg ist, wie auf keiner weiteren der Kanarischen Inseln. Unvergesslich ist der Anblick der feinsandigen Sanddünen im Dünenpark bei Corralejo. Das Farbschauspiel, welches die goldgelben Dünen, der angrenzende Strand, der strahlend blaue Atlantik und der im Hintergrund auftauchende, rötliche Montana Roja bieten, entschädigt für all das fehlende Grün. Ebenso paradiesisch zeigt sich der Südosten mit der Playa de Sotavento oder die Halbinsel Jandía im Süden der Insel, deren Traumstrände mit einer Länge von 21 Kilometer zu endlosen Strandspaziergängen einladen. Neben den Traumstränden ist es allerdings vor allem die bizarre und einsame Vulkanlandschaft im Inselinneren, die als Sehenswürdigkeit gilt.
Nichts desto trotz gibt es hier nicht nur karges Ödland zu sehen. Lohnenswert ist ein Abstecher nach Betancuria. In der ehemaligen Inselhauptstadt gibt es – frisch restauriert – unter anderem die Kathedrale Santa Maria, sowie ein Franziskanerkloster zu sehen und im denkmalgeschützten Ortskern wird die Geschichte der Insel lebendig. Auch das nördlich gelegene Lajares ist eine einen Ausflug wert. Zum einen wegen der mehrstöckigen Windmühle, die so typisch für die Insel ist. Zum anderen wegen der „Artesania”, in der Sie kunsthandwerkliche Souvenirs erwerben können, deren Entstehung Sie vorher live beiwohnen konnten. Das älteste Dorf der Insel erleben Sie in Tiscamanita, gelegen im Inneren der Insel. In diesem Bauerdorf wird noch die inseltypische Landwirtschaft betrieben, zudem liegen außerhalb des Dorfes die Siedlungsgebiete der Guanchen. Mit ein wenig Glück – und nur mit einem geländetauglichen Fahrzeug! – finden Sie hier die Spuren der Ureinwohner.