BALEAREN: UMSCHMEICHELT VOM MILDEN KLIMA.
Die spanische Inselgruppe der Balearen liegt im Mittelmeer, umfasst Mallorca, Menorca, Cabrera im nördlichen Bereich; Ibiza und Formentera im südwestlichen Teil. Die historische Namensgebung durch die Griechen bezeichnet Ibiza, Formentera und die über einhundert unbewohnten Inseln auch als die Pityusen.
Mallorca und Menorca
Am bekanntesten ist zweifelsohne Mallorca, die größte der Baleareninseln. Sie ist längst nicht nur das, was ihrem Ruf vom feuchtfröhlichen Partyleben vorauseilt, denn der betrifft nur einen kleinen Teil der Hauptstadt Palma, – die insgesamt sehr beeindruckend ist. Malerische Beschaulichkeit wechselt sich mit großstädtischem Flair ab – es empfiehlt sich, nicht nur den alten Gassen und der spanisch-katalanischen Baukunst Beachtung zu schenken. Palma ist jedoch nur eine der vielen bemerkenswerten Sehenswürdigkeiten Mallorcas. In vielen lauschigen Gegenden gibt es unzählige reizvolle Orte zu entdecken. Ein weiteres Highlight ist beispielsweise Valldemossa, das kleine Bergdorf mit seiner Kartause, in der Chopin und George Sand den Winter 1838/39 verbrachten.
Nordöstlich von Mallorca liegt Menorca, die Insel der Winde. Sie hat sich ihren ursprünglichen Charme größtenteils bewahrt. Die Inselhauptstadt Mahón mit ihrem bildschönen Hafen und der Finca de San Antonio, – die an Admiral Nelsons und Lady Hamiltons Liebesaffäre erinnert, – zeigt nur einen Teil dessen, was vom kulturellen Erbe Menorcas erlebt werden kann. Genannt sei beispielsweise die Kirche Santa Maria mit ihrer berühmten Barockorgel. Die einstige Hauptstadt Ciutadella ist heute ein offizielles, spanisches Kulturdenkmal. Mit den beschaulichen Gassen und ihrer aristokratischen Bauweise ist sie ein mediterranes Kleinod.
Ibiza und Formentera
Sehr beliebt ist auch Ibiza – die weiße Insel. Wunderbare Strände und eine einladende Hauptstadt, in der es an Abwechslung keinesfalls mangelt. Bei einer Inselrundfahrt kommt die ganze Schönheit Ibizas zur Geltung. Insbesondere durch einen Blick auf die südlich vorgelagerten Islas Malvinas – einer Kette unbewohnter Eilande und Felsenformationen.
Die kleine Insel Formentera, die kaum eine halbe Fährstunde von der Südostküste Ibizas entfernt liegt, hat nur wenige tausend Einwohner und wird als die schönste Baleareninsel empfunden. Nicht zuletzt wegen ihrer herrlichen Strände. In versteckten Buchten warten faszinierende Grotten darauf entdeckt zu werden, während der Hauptort San Francesc Xavier ganz offen mit seinen Reizen spielt und vor allem wegen seiner weißen Häußer sehenswertent ist.
Unbedingt erwähnt werden muss auch Cabrera: Die Baleareninsel gehört verwaltungsmäßig zum mallorquinischen Palma, hat etwa 20 Einwohner und ist ein Naturparadies. Im Nationalpark gibt es ein Besucherzentrum und die berühmte blaue Grotte. Sie ist ausschließlich vom Meer aus zugänglich und reiht sich als natürliche Sehenswürdigkeit in das felsige Landschaftsidyll ein – ebenso die wilden Ziegen.
Die gänzlich unbewohnte Insel Es Pantaleú darf hingegen nicht betreten werden. Sie liegt unmittelbar vor Mallorca und bietet lediglich einen kleinen Strand zum Ausruhen für alle, die den Weg dorthin schwimmend auf sich nehmen (etwa 300 Meter). Die ebenfalls unbewohnte Insel Sa Dragonera mit ihrem Naturhafen kann hingegen unter bestimmten Voraussetzungen erkundet werden. Es gibt eine Rangerstation, die geführte Wandertouren anbietet. Auch individuelle Touren sind möglich. Gastronomie gibt es dort allerdings nicht.
Fiestas und Kulinarisches
Das ganze Jahr über finden auf den Balearen meist traditionelle Feste statt. Der Karneval wird beispielsweise eine ganze Woche lang gefeiert. Mit Musik und Tanz werden auch die ortsgebunden Patronatsfeste ausgelassen begangen. Die Musikfestivals in den großen Orten locken stets viele Besucher an, so zum Beispiel in Palma. Aber auch in Mahón auf Menorca, wo die große Barockorgel im Mittelpunkt eines solchen Festivals steht.
Kulinarisch kommt jeder auf allen Festen landestypisch auf seine Kosten. Doch auch sonst wird die traditionelle Küche gepflegt. Mallorca ist für seine Wurstspezialitäten bekannt – auf Ibiza und Menorca sind es besonders die Fischgerichte, die in den kleinen Ortschaften unbedingt probiert werden sollten. Die Bodegas bieten überall Tapas an und die gut gewürzten Gemüsegerichte begeisterns insbesondere die Vegetarier. Ein mallorquinischer Wein rundet jede Mahlzeit ab. Auf die Balearen anzustoßen lohnt sich – vor allem dann, wenn man vor Ort ist.
Wetter & Klima
Auch wenn sich jede der Baleareninseln von der anderen unterscheidet, so verbindet sie doch das Mittelmeerklima. Die Sommer sind heiß und trocken und eignen sich hervorragend zum Baden, Tauchen, Segeln oder Surfen. Der Balearenwinter ist ebenfalls sonnig, jedoch ein paar Grad kühler. Vergleichbar in etwa mit dem Frühling in Deutschland. Insbesondere Wandern, Reiten und Golfen machen Freude, ohne dabei allzu großer Hitze ausgesetzt zu sein. Etwa dreihundert Sonnentage werden auf den Balearen verzeichnet. Da ist ein Regentag eher eine angenehme Ausnahme. Und der lässt sich zum Beispiel beim Haitauchen im Palma-Aquarium verbringen.






