Neben London gibt es natürlich eine Vielzahl anderer Städte, die Sie sich bei einer Rundreise durch Großbritannien anschauen sollten. Dazu gehören u.a. die Badeorte im Süden Englands wie Brighton, Bornemouth, Plymouth, Southend-on-Sea und der Kurort Bath. Historisch sehr interessant sind auch Stratford-upon-Avon (Shakespeare), Oxford (Universität) und Edinburgh (Edinburgh Castle, Holyrood Palace). Über das ganze verteilt finden sich immer wieder architektonische Glanzstücke, denn Großbritannien ist reich an Herrenhäusern, Landsitzen, Burgen und Schlössern. Am bekanntesten sind das königliche Schloss Windsor Castle bei London, Tintagel Castle (Cornwall), Warwick Castle (Midlands), Castle Caernarfon (Wales) und Urquhart Castle (Schottland).
Viele Landsitze und Schlösser sind von großzügig angelegten Parks umgeben, die als englische Landschaftsgärten ein Vorbild für zahlreiche ähnliche Anlagen in ganz Europa waren. Einen Besuch wert sind die Gärten in Hestercombe, Sissinghurst Castle, Wilton House und Chiswick. Besondere Besucherziele sind im Norden der Insel Loch Ness und der Hadrianswall, der britische Limes, im Südteil ist ein Blick auf die weißen Klippen von Dover und ein Ausflug nach Stonehenge unverzichtbar, der Megalith-Steinkreis ist das älteste und rätselhafteste Bauwerk Großbritanniens.
Bei einer Reise durch Großbritannien fällt die Dreiteilung des Landes auch in der Landschaft auf. Schottland bildet den nördlichen Teil Großbritanniens, hier überwiegen uralte metamorphe und magmatische Gesteine. Auch der höchste Berg der gesamten Insel, der Ben Nevis (1.344 Meter) bei Fort William, ist vulkanischen Ursprungs. Die raue und zerklüftete Gebirgslandschaft der schottischen Highlands ganz im Norden wird geprägt durch weite, baumlose Heideflächen und Hochmoore. Im Süden Schottlands an der Grenze zu England dominieren Hügellandschaften mit ausgedehnten Ackerflächen, dazwischen liegt ein schmaler Streifen flaches Land mit den Siedlungsgebieten von Glasgow und Edinburgh.
In der Topografie Englands beherrschen hügelige Mittelgebirge v.a. den Norden und Südwesten, die nördlichen Midlands mit Höhen bis fast 1.000 Meter werden von lichten Wäldern bedeckt und weisen zahlreiche Seen auf (Lake District), im südwestlichen Cornwall überwiegen Heide- und Moorlandschaften. Der größte Teil Englands ist von flachen Hügelketten durchzogenen Tiefebenen im Süden und Osten der britischen Insel geprägt.
Der Gebirgszug der „Cambrian Mountains“ bestimmt die Region von Wales an der Westküste Großbritanniens. Höchster Berg ist der Snowdon, das Gebirgsrelief wird von Norden nach Süden hin jedoch kontinuierlich niedriger. Die reich strukturierte Landschaft mit Wiesen, Heide- und Moorflächen ist in großen Teilen noch sehr ursprünglich erhalten geblieben, rund 20 Prozent der Landesfläche sind deshalb als Nationalpark ausgewiesen.