Im Norden Vietnams liegt die Hauptstadt Hanoi mit ihrer historischen Altstadt, in der vieles seit Jahrhunderten unverändert seinen gewohnten Gang geht. Obwohl die Stadt selbst sich natürlich durch die Globalisierung, Entwicklungs- und Modernisierungsprozesse verändert, ist eines geblieben wie es war: Die Altstadt Hanois ist auch heute noch nach Zünften aufgeteilt. In einer Gasse findet man nur Schmiede, in der nächsten ausschließlich Schuster und in einer weiteren haben sich die Schneider niedergelassen. Auch rund um die Hauptstadt geizt die Natur nicht mit ihren Reizen. Die Kalksteinfelsen bei Ninh Binh und die malerische Ha Long-Bucht mit ihren faszinierenden Fels-Formationen gehören sogar zum UNESCO-Weltkultureerbe.
In der Gebirgsgegend in Nordvietnam an der Grenze zu China, im Yunnan-Hochland, leben viele verschiedene ethnische Minderheiten, deren Traditionen man dort hautnah erleben kann. Bei Touristen ist vor allem Sa Pa, eine Stadt am Fuße des Phan-xi-pang besonders beliebt. Mit einer Höhe von über 3.100 Metern ist der Phan-xi-pang der höchste Berge Vietnams.
Vor allem die ehemalige Kaiserstadt Hue in Zentralvietnam bietet viele sehenswerte Orte. Diese Hafenstadt war vor 1945 etwa vierhundert Jahre lang die Hauptstadt Vietnams. Der Kaiserpalast ist daher ein ebenso beliebtes Touristenziel wie die siebenstöckige Thien Mu Pagode, das Wahrzeichen Hues. Sie wurde Anfang des 17. Jahrhunderts auf einem Hügel am Ufer des berühmten Parfüm-Flusses erbaut wurde. Hier in Zentralvietnam, nahe Da Nang, befinden sich außerdem die Marmorberge, eine alte Kultstätte mit zahlreichen geheimnisvoll wirkenden Grotten.
Neben den vielen verschiedenen Landschaften Vietnams, ist auch der idyllische Hafen der Stadt Nha Trang ein beliebtes Foto-Motiv. Besonders Segler kommen wegen der ruhigen See und der guten Windbedingungen zudem gern hierher. Unter Touristen ist auch die sogenannte Bambusinsel als Urlaubsziel sehr populär. Fast hundert Jahre französische Kolonialherrschaft haben unter anderem in der Architektur Nha Trangs und Da Nangs Supren hinterlassen, sodass sich interessante Bauwerke finden lassen. Architektonisch interessant ist auch die japanische Brücke, die in Hoi An, einem hafen der Seidenstraße, das japanische mit dem chinesischen Viertel verbindet.
Im Süden Vietnams liegt Ho-Chi-Minh-Stadt, besser bekannt unter dem ehemaligen Namen Saigon, eine sich rasant entwickelnde Metropole, deren Seehafen eine wichtige Bedeutung für Vietnams Wirtschaft hat.