OMAN: URSPRUNG DER WEIHRAUCHSTRASSE.
1.700 Kilometer Küste, die 3.000 Jahre alte Stadt Muscat, die größte Moschee des Landes und der knapp 3.000 Meter hohe Jebel Akhdar. Das Sultanat Oman, aus dem Sindbad der Seefahrer stammen soll, lockt mit einer vielfältigen Kultur und Natur. Genießen Sie die lange Küste beim Baden und Tauchen oder das Omangebirge bei einer Expeditionstour. Faszinierende Einblicke in das Land sind Ihnen garantiert.
Oman erleben
Besuchen Sie den Ausgangspunkt der Karawanen, die ab dem 2. Jahrtausend v. Chr. vom heutigen Oman aus Weihrauch zum Mittelmeehr transportiert haben. Sie tauchen ein in eine arabische Landschaft, die für Naturliebhaber kaum einen Wunsch offen lässt. Die Küste des Landes ist 1.700 Kilometer lang und lädt fast überall zum Baden und Tauchen ein. Im Norden des Landes liegt das Omangebirge. Der höchste Berg ist der Jebel Akhdar mit 3.075 Meter. In den Bergen gedeihen auf Grund der jährlichen Niederschlagsmenge Palmen, Rosen, Walnüsse und Weintrauben. Ausflüge in die Berge können mit einem Geländewagen unternommen werden – in der Wüste sind Sie hingegen auch mit einem Kamel gut unterwegs. Lassen Sie sich von den Sanddünen und der Ruhe in diesem einsamen Gebiet verzaubern. Einen Ausflug in die Wüste sollten Sie in größeren Gruppen oder mit einem Reiseveranstalter aus dem Oman unternehmen. Trinkwasser, Benzin, eine Notfallausrüstung und ein GPS sollten auf diesen Touren immer mitgeführt werden.
Verpassen Sie nicht die Gelegenheit, auf einer organisierten Expedition unvergessliche Eindrücke zu sammeln. Es werden Ihnen Übernachtungen unter einem beeindruckenden Sternenhimmel, Baden in unberührter Natur sowie Ausflüge durch gewaltige Sanddünen und in raue Berge geboten. Beobachten Sie auf Ihren Ausflügen die Wale, Leoparden und arabische Tahre. In Schutzgebieten, wie z. B. dem „Arabian Oryx Sanctuary”, wird der Lebensraum der Tiere, unter anderem der Meeresschildkröten, erhalten.
Sehenswertes
Omans Geschichte spiegelt sich noch heute in den 500 Festungen und Festungsruinen, von denen Sie zumindest eine in Ihrem Urlaub besuchen sollten. Ebenso sehenswert ist die 300 Jahre alte Hafenstadt Muscat, in der zwar lediglich die Altstadt und ein Rest der Stadtmauer an die früheren Zeiten erinnern, dafür aber die größte Moschee des Landes mit Platz für bis zu 20.000 Gläubige ihr Eigen nennt. Der Kronleuchter in der zentralen Halle der Moschee ist mit seinen 14 Meter Höhe einer der größten der Welt. Er ist acht Tonnen schwer und wird von 1.122 Glühlampen erleuchtet. Sie können die Moschee während der Öffnungszeiten unter Einhaltung der Kleidungsvorschriften (keine kurzen Hosen oder Röcke, keine T-Shirts, Kopftuchpflicht für Frauen) besichtigen.
Eine weitere Sehenswürdigkeit, die zudem von der UNESCO zum Weltkulturerbe ernannt wurde, ist die Festung Hisn Tamah in der Oase von Bahla, die aus dem 17. Jahrhundert stammt. Alte Häuser, ein Fischmarkt und ein Souk gibt es hingegen in der Stadt Mutrah zu sehen. Bei einer Reise in den Oman darf auch ein Besuch der Gartenstadt Salalah nicht fehlen. Sie liegt in einem günstigen Wettergebiet, welches Salalah eine vielfältige Pflanzen- und Tierwelt beschert. Auch das Stadtbild gestaltet sich abwechslungsreich und wird durch ein indisches Viertel ebenso geprägt, wie durch den Strand und arabische Souks. Besondere Beachtung sollten Sie den Häusern der Altstadt schenken, die aus Korallenkalk erbaut wurden.
Für Ausflüge im Oman ist ein Mietwagen zu empfehlen.
Land & Leute
Die Bewohner des Sultanats Oman sind freundlich und ausgesprochen nett. Bei einem Besuch des Landes sollten Sie die religiösen und politischen Anschauungen der Einwohner respektieren. Der größte Teil der Bevölkerung gehört zwar dem Islam an, doch gilt im Oman generell die Religionsfreiheit. Neben Moscheen sind deshalb auch immer wieder Kirchen und Tempel zu sehen. Vorwiegend werden Arabisch und einige Landessprachen gesprochen – viele Einheimische sprechen aber auch Englisch. Die Kriminalität im Oman ist gering. Das Sultanat Oman ist ein selbständiger Staat. Seit der Entdeckung des Erdöls in der Mitte des letzten Jahrhunderts vollzog sich im Land eine starke wirtschaftliche Entwicklung. Die Einnahmen aus den Erdölverkäufen werden genutzt, um das Land aufzubauen. Erst Ende des 20. Jahrhunderts wurde das Land für den Tourismus zugänglich gemacht. Daher gehört der Oman noch nicht zu den von Urlaubern überlaufenen Ländern.
In den Restaurants werden arabische, asiatische, afrikanische sowie europäische Speisen angeboten. Zu den Speisen werden ohne gesonderte Bestellung Suppen und Salate gereicht. In einigen Gaststätten gibt es auch Alkohol.
Der Freitag ist ein Ruhetag. An diesem Tag haben lediglich Lebensmittelgeschäfte geöffnet. Einkaufszentren laden zum Bummeln ein und Cafés versprechen eine erholsame Pause. Beliebte Souvenirs des Landes sind Weihrauch, Duftstoffe, Tücher und Silberschmuck.
Wetter & Klima
Das Sultanat Oman besteht aus drei Klimazonen. Der nördliche Teil des Landes wird von subtropischem Klima beherrscht. Hitze und hohe Luftfeuchtigkeit bestimmen das Wetter in der Zeit von März bis Oktober. Die Temperaturen liegen oft zwischen 45 und 52 Grad Celsius. In den restlichen Monaten des Jahres wird das Wetter von Temperaturen, die im Durchschnitt bei etwa 25 Grad liegen, und vermehrten Regenfällen geprägt. Ungefähr 500 ml Niederschlag fallen jährlich in diesem Teil des Landes. In der Landesmitte ist es sehr heiß und trocken, da das ganze Jahr über kaum Niederschläge fallen.
Im Süden des Landes herrscht tropisches Klima. In den Monaten Juni bis September wird das Wetter durch den Khareef, einen Süd-West-Monsun, beeinflusst. In dieser Zeit regnet es viel und das Baden im Meer ist nicht erlaubt. In den übrigen Monaten überwiegt die Sonne. Die Temperaturen sind ausgeglichen und betragen um die 30 Grad. Ein Urlaub empfiehlt sich daher in der Zeit von September bis März.








