Die Einwohner der Malediven sind Muslime, die auf den bewohnten Inseln in Dorfgemeinschaften von durchschnittlich 200 bis 300 Menschen zusammen. Unter den verschiedenen Gemeinschaften ist ein Kontakt nahezu nicht vorhanden, da die meisten Bewohner ihre Insel nicht verlassen. Eine Ausnahme sind die Männer, die zum Fischfang auf den Indischen Ozean hinausfahren und anschließend ihren Fang in der Hauptstadt Malé verkaufen. Die Frauen bleiben allein auf der Insel zurück und kümmern sich um den Haushalt und die Kindererziehung. Die Häuser der Inselbewohner sind einfache Hütten aus Korallenstein und Dächern aus Wellblech oder Palmblättern. Die Malediver gründen verhältnismäßig früh eine Familie. Zudem erlaubt es der muslimische Glauben den Männern, bis zu vier Ehen gleichzeitig einzugehen.
Um sich selbst einen Eindruck vom Leben der Bevölkerung zu machen, ist ein Ausflug auf eine der wenigen Inseln zu empfehlen, die für den Tourismus freigegeben sind. Die meisten Inseln der Einheimischen dürfen jedoch nicht von Touristen betreten werden. Zwar gibt es eine strenge Trennung von Bevölkerung und Tourismus, aber einige Ausflugsziele sind dennoch vorhanden. So können Sie sich nur einige Kilometer von exklusiven Hotelanlagen ein Bild vom einfachen Leben der Einheimischen machen. Auf den Ausflügen sollten Sie auf angemessene Kleidung achten, da Badebekleidung von den Einheimischen nicht gern gesehen wird. Die Schultern, Hüften sowie die Oberschenkel bis über das Knie sollten bedeckt sein. Dies ist auf den muslimischen Glauben zurückzuführen – der ebenfalls erklärt, weshalb beispielsweise in Malé kein Alkohol erhältlich ist und Bars nur auf den Urlaubsinseln vorhanden sind.